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Technik, die Sicherheit schafft

Gaswarntechnik  |  PSA  |  Schulung  |  Service

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Blogartikel

Jährliche Rettungsübung Kläranlage – Schacht- und Kanalrettung gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr

| Dagmar Betz | Blog

Unser Konzept „Sicherheit auf Ihrer Kläranlage" geht auf.

Was vor etwas über einem Jahr als Pilot auf unserer Test-Kläranlage begann, haben wir vor Kurzem komplettiert: mit einer gemeinsamen Rettungsübung von Betriebspersonal einer nordhessischen Kläranlage und der ortsansässigen Freiwilligen Feuerwehr.

Das Begehen von Schächten, Kanälen und engen Räumen gehört zu den gefährlichsten Tätigkeiten überhaupt. Umso wichtiger ist es, auf den Ernstfall vorbereitet zu sein – und zwar nicht nur auf dem Papier.

Die vergangenen Jahre zeigen deutlich, wie hoch das Risiko ist: Todesfälle durch Methan oder Schwefelwasserstoff, schwere Verletzungen nach Einstürzen, chemische Verätzungen. In nahezu allen bekannten Fällen waren Messgeräte, Schutzausrüstung oder Vorschriften vorhanden – sie wurden jedoch nicht oder nicht korrekt angewendet. Improvisation ist hier keine Option.

Vom Dreibock zum Gesamtkonzept für die Wasserwirtschaft

Am Anfang standen ein Dreibock mit Höhensicherungsgerät, ein bisschen PSA, ein Mehrgasmessgerät und der Schulungskatalog unseres Kooperationspartners. Heute haben wir ein Konzept, das speziell auf die Wasserwirtschaft abgestimmt ist – entwickelt gemeinsam mit unseren Kunden.

Mit unseren Vor-Ort-Analysen waren wir zunächst in hessischen Kläranlagen und Abwasserbetrieben unterwegs. Daraus entstanden viele Anfragen. Sie haben dazu geführt, dass wir heute auch die Themen Atemschutz und Beleuchtung verstärkt vertreten.

Auch unsere modulare Jahresunterweisung ist so entstanden, unter anderem mit:

  • Fachkunde Freimessen
  • Unterwiesene Person für tragbare Gasmessgeräte
  • Einsatz von PSA gegen Absturz
  • Sauerstoffselbstretter und Fluchtretter

Damit lassen sich bereits viele Vorgaben der Berufsgenossenschaften gemäß DGUV erfüllen. Aber das reicht uns nicht: Vor der Benutzung von Atemschutzgeräten und Fluchtrettern fordern die Unfallversicherungsträger eine Unterweisung nach DGUV 112-190 – durchgeführt von einem Ausbilder im Atemschutz und jährlich in Theorie und Praxis zu wiederholen. In Hessen sind bei der Erstunterweisung z. B. 20 Zeitstunden für Atemschutz vorgesehen, dazu zweimal jährlich eine Praxisübung. Auch das können wir jetzt gemeinsam abdecken.

Was Sie bei unserer Jahresunterweisung außerdem bekommen:

  • Das benötigte Material stellen wir vollständig bereit.
  • Wir erinnern Sie rechtzeitig an alle fälligen Schulungen und Unterweisungen.
  • Wiederholungen und Auffrischungen sind garantiert.
  • Die Inhalte passen wir flexibel an Ihre Anlage an.
  • Durchführung bei Ihnen vor Ort oder in unseren Schulungsräumen.

Grob gesagt wiederholen sich immer dieselben Themen: Produkte, Schulungen und Serviceangebote. Sie werden kontinuierlich besser – durch Anfragen und Feedback unserer Kunden, aber auch durch unseren eigenen operativen Einsatz.

Vieles bieten wir inzwischen auch zum Leihen an, unser sogenanntes RENTAL. Und zur Entscheidungsfindung können Sie aktuell z. B. unsere EX-Beleuchtung oder unsere Fluchtretter für kurze Zeiträume kostenlos testen.

Vom Elektromeister zum Abwassermeister

All diese Themen und Erkenntnisse aus Kundengesprächen geben wir auch bei den Nachbarschaftstreffen der Kläranlagen der DWA weiter – und im Oktober und November auch bei den Kanalnachbarschaften (Termine).

Ihr Vorteil? Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch – vom Elektromeister zum Abwassermeister.

Mein Vorteil? Wer in eine fremde Sparte wortwörtlich einsteigt, muss sich einlesen und kommt dadurch intensiv in die Thematik. Die Gespräche mit Ihnen runden das ab.

Wir leben, was wir tun. Das zeigen auch unsere Experimente zur Sensibilisierung und unsere Schulungen direkt auf Ihrer Anlage – nach Ihren speziellen Anforderungen.

Darf Betriebspersonal retten?

Diese Frage stellen wir bei unseren Veranstaltungen immer wieder. Die Antwort: rege Diskussionen.

Retten obliegt gemäß den Feuerwehrdienstvorschriften (FwDV) eigentlich der Feuerwehr. Wir sagen jedoch: Sofortmaßnahmen einleiten, Notruf absetzen usw. muss jederzeit möglich sein. Dafür braucht es drei Dinge:

  1. Die richtigen Produkte – Dreibock mit Höhensicherungsgerät, Mehrgasmessgeräte, Atemschutz, Beleuchtung usw.
  2. Die passenden Schulungen – Fachkunde Freimessen, Unterwiesene Person tragbare Gasmessgeräte, PSA gegen Absturz, Atemschutz gemäß DGUV
  3. Erfahrung und regelmäßige Übung – vor allem gemeinsam mit der ortsansässigen Feuerwehr

Was sagt das Regelwerk?

Info am Rande: Wir kennen die meisten Regelwerke – und ehrlich gesagt können wir die ganzen Vorgaben manchmal selbst nicht mehr hören. Eine wollen wir trotzdem kurz erwähnen: die DGUV Regel 103-602. Sie bietet u. a. eine Übersicht aller relevanten Regelwerke, in die Sie sich je nach Bedarf einlesen können.

In Kapitel 3.8.2 „Rettung und Erste Hilfe" wird bereits im ersten Absatz die Verantwortung des Betreibers klar – und dass im Ernstfall Sekunden entscheiden. Sinngemäß heißt es dort außerdem:

  • Rettungsübungen sind wichtig.
  • Üben Sie mindestens jährlich mit Ihren Beschäftigten, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.
  • Beteiligen Sie außerbetriebliche Rettungskräfte, wie die ortsansässige Feuerwehr, an den Übungen.

Unsere Empfehlung: Mindestens eine gemeinsame Begehung der Anlage, bei der Gefährdungen, Maßnahmen sowie Alarm- und Rettungsplanung besprochen werden.

Wir bieten mehr: Ihre Rettungsübung aus einer Hand

Als ehrenamtlicher Hauptlöschmeister, Feuerwehrsanitäter und Voraushelfer – kombiniert mit beruflicher Expertise, Ausbildung und Qualifikation – unterstützen wir Sie und Ihre Feuerwehr vor Ort bei:

  • der Vorbereitung der Übung
  • der Inszenierung und Begleitung der Übungslage
  • der Nachbesprechung
  • der Einführung in die Rettung aus umschlossenen Räumen abwassertechnischer Anlagen – für Betriebspersonal und Rettungskräfte

Dazu bringen wir unseren Dummy „Freddy" mit – inklusive aller benötigten Betriebsmittel und Rettungsausrüstung, redundant zur vorhandenen Ausrüstung vor Ort. So ist zu jeder Zeit Sicherheit für alle Beteiligten gewährleistet.

Und ganz wichtig: Bei „Mayday, Mayday, Mayday" schalten alle sofort vom Übungsmodus in den Realeinsatz. Es geht keine Zeit verloren.

Die Ausrüstung aus der Übung – auch für Ihre Anlage

Wir verkaufen nicht nur, wir nutzen unsere Produkte selbst im Einsatz. Diese Ausrüstung kam u. a. bei der Übung zum Einsatz oder gehört zu unserem Konzept – einsatzbereit geliefert, ohne versteckte Mehrkosten:

Produkt Einsatz Preis zzgl. MwSt. und Versand
WatchGas POLI – Komplettset 1.0 Mehrgasmessgerät für CH₄, O₂, CO, H₂S und CO₂ mit Pumpe und Schwimmersonde – ideal zum Freimessen vor dem Einstieg 3.390 €
IKAR Dreibaum DB-A3 Anschlageinrichtung für 2 Personen, mit Höhensicherungsgerät und Auffanggurt kombinierbar auf Anfrage
Interspiro Ocenco M-20.2 Sauerstoffselbstretter, wartungsfrei, 10 Jahre Lebensdauer 840 €
KSE-Lights MCII-Power ATEX-Helmleuchte 149 €, Set mit Ladegerät 159 €
SUPAHERO Handleuchte ATEX Zone 0/21, schwimmfähig 199 €, Set mit Ladegerät 249 €
KSE-Lights HL-1000-EX Robuste Ex-Handleuchte (Zone 1/21, IP68) mit bis zu 890 Lumen – gehört auf jedes Fahrzeug im Bereitschafts- und Störungsdienst 399 €

Preise freibleibend, gültig bis 31.12.2026. Vieles davon können Sie auch leihen oder vorab kostenlos testen.

So lief die Übung am 26. September 2026

Uhrzeit Ablauf
08:00 Vorbereitung mit dem Betreiber, Abstimmung mit der Feuerwehrführung
10:00 Übungsnotruf über 112 – Einsatzstichwort „H KLEMM 1 Y", Einsatzübung der Feuerwehr
danach Nachbesprechung, weitere Rettungsversuche u. a. mit der Drehleiter, Unterweisung der Feuerwehr zu Schächten und Kanälen
Pause Abbau, durchatmen, stärken
danach Stationsausbildung für das Betriebspersonal
ca. 13:00 Ende

Das Szenario

Ein Kollege ist gesichert in den Schacht eingestiegen – dann bricht die Kommunikation ab. Der Rettungsversuch mit dem Höhensicherungsgerät scheitert, das Gerät blockiert. Ein zweiter Kollege steigt mit Atemschutz nach (simuliert) und findet Freddy: Der Fuß ist eingeklemmt, er stöhnt nur noch leise. Der Luftvorrat geht zur Neige, der Retter muss sich zurückziehen – völlig erschöpft und im Schock.

Patient Lage Zustand
1 – Freddy (Dummy) Im Schacht, Fuß eingeklemmt Bewusstseinsgetrübt
2 – Kollege (Darsteller) An der Oberfläche Völlig erschöpft, Schock

Das Betriebspersonal hat den gescheiterten Rettungsversuch live gespielt und den Notruf abgesetzt. Das Szenario kannte vorab nur die Übungsleitung. Hinzu kam der Einsatz eines Spülwagens, der den Zugang zum Verunglückten nochmals erschwerte.

Die Übungsziele

  • Jährliche Rettungsübung mit der örtlichen Feuerwehr gemäß DGUV, Atemschutz nach FwDV 7
  • Abwassertechnische Anlagen kennenlernen, vor allem Schächte und Kanäle
  • Zusammenarbeit von Betriebspersonal und Feuerwehr
  • Einsatzgrenzen von Mannschaft und Gerät ehrlich aufzeigen

Sicherheit geht vor – auch im Übungsdienst

  • Klare Signale: „Übungsende" beendet die Übung, „MAYDAY" schaltet sofort in den Realeinsatz. Jede Person darf abbrechen.
  • Gefahren benannt: Ex-Zonen laut Explosionsschutzdokument des Betreibers, Sauerstoffmangel und toxische Gase wie Schwefelwasserstoff, Ab- und Einsturz, Hängetrauma.
  • Einsatzgrundlagen: Sicherheitstrupp, kontinuierliche Messung mit Mehrgasmessgeräten, Atemschutz und PSA gegen Absturz, Zündquellen vermeiden, Fahrzeugaufstellung wegen Abgasen beachten, Hygiene nach dem Einsatz.

Die Nachbesprechung

Direkt am Schacht, solange die Eindrücke frisch sind – erst die Übenden, dann die Beobachter, zuletzt wir. Vier Leitfragen:

  1. Was hat gut funktioniert?
  2. Wo gab es Verzögerungen oder Unklarheiten?
  3. Wo lagen die Grenzen von Mannschaft und Gerät?
  4. Was ändern wir?

Im Abschlussgespräch mit Führung der Feuerwehr und Betreiber halten wir Maßnahmen und Verantwortliche fest und schlagen den Termin der Folgeübung vor.

Zitat des Einsatzleiters: „Das machen wir wieder! Jedoch mit einem größeren Loch ;)"

Die Stationen für das Betriebspersonal

  • Fluchtretter: Übung mit unserem Trainingsgerät Interspiro Ocenco M-20.2
  • Freimessen am Schacht: praktisch, inklusive Explosionsversuch
  • Königsdisziplin: Rettung eines Kollegen mittels Höhensicherungsgerät – ebenfalls von uns zu Übungszwecken gestellt

Der Betriebsleiter sprach am Ende von „Druckbetankung". Ja, das war es – zumal die FF zwischenzeitlich kurz ausrücken musste, wegen einer unangekündigten zweiten Übungslage.

Genau deshalb setzen wir auf Regelmäßigkeit: Mit Wiederholungsübungen von Jahr zu Jahr, ergänzt um die verpflichtenden Schulungen, wird der Druck spürbar geringer. Es gibt Mitbewerber, die einen eintägigen Crashkurs als Jahresschulung gemäß Regelwerk anbieten. Unser Ansatz ist ein anderer: Sicherheit, die wächst und sitzt.

Ausblick: Bald auch bei der DWA

All das hat dazu geführt, dass wir sehnsüchtig auf unseren ersten Fachartikel bei der DWA warten – zum Thema Einstieg in Schächte und Kanäle. Hierzu bald mehr.

Vorab können Sie sich in unsere erste Produkt- und Schulungsbroschüre „Sicherheit auf Ihrer Kläranlage" einlesen. Sie zeigt, wer wir sind und was wir machen – mit attraktiven Angeboten, ermöglicht durch unsere Kooperationspartner Eco Analytics GmbH und FABBS Gasmesstechnik GmbH sowie unsere Lieferanten, die unser Konzept unterstützen und zum Teil sponsern. Zu Ihrem und unserem Vorteil!

Ihre jährliche Rettungsübung – wir planen sie mit Ihnen

Sie möchten mit Ihrem Betriebspersonal und Ihrer örtlichen Feuerwehr üben, Ihre Jahresunterweisung neu aufstellen oder erst einmal wissen, wo Sie stehen? Für Kläranlagen bieten wir eine unverbindliche Vor-Ort-Begehung an – inklusive Überprüfung Ihrer aktuellen Sicherheitsorganisation. Sprechen Sie uns an, wir stimmen alles auf Ihre Anlage ab.

Ihr Vorteil: Alles aus einer Hand. Von Praktikern für Praktiker. Persönliche Betreuung vor Ort.

TDS Technische Dienstleistungen – Sascha Uffelmann
Tel. +49 160 946 580 79 · info@technischedienstleistungen.com · Anfrage-Formular

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