Technik, die Sicherheit schafft
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CO im Cockpit
Wie wir bereits berichtet haben, waren wir zum Jahresende fliegen – mit einem klaren Ziel: der Suche nach Kohlenstoffmonoxid (CO) im Cockpit mittels moderner Gasmessgeräte. Hintergrund sind leider zahlreiche Flugunfälle, bei denen eine erhöhte CO-Konzentration ursächlich oder mitverantwortlich für den Absturz war. Auf Details möchten wir an dieser Stelle bewusst nicht weiter eingehen.
Um genau solche Risiken zu minimieren, wurden wir kürzlich zu einer Informationsveranstaltung bei einer Fliegergruppe in einer Stadt im Main-Kinzig-Kreis eingeladen. Initiiert wurde diese durch einen engagierten Fluglehrer – doch wie kam es überhaupt dazu?
Als freiwilliger Feuerwehrmann hatte ich zuvor das Vergnügen, eine Technikeinweisung „für den Fall der Fälle“ zu erhalten. Dabei sprach ich das Thema Kohlenstoffmonoxid im Flugzeug an – und erhielt prompt Berichte über mehrere reale Zwischenfälle. Schnell war klar: Hier besteht Aufklärungsbedarf. Gemeinsam mit meinem Geschäftspartner von der Firma Fabbs, selbst aktiver Pilot, beleuchteten wir das Thema umfassend. Wieder einmal zeigte sich, dass unsere Kooperation für nahezu jede sicherheitsrelevante Fragestellung eine fundierte Antwort liefern kann.
Wie gelangt CO überhaupt ins Cockpit?
Die Ursachen sind vielfältig und oft unscheinbar:
- schlecht abgedichtete Durchführungen durch das Brandschott
- Stummelauspuffe
- nicht korrekt geschlossene Türen oder Fenster
- mehrere kleine Undichtigkeiten, die in Summe gefährlich werden
Häufig liegt der Fehler auch in defekten Wärmetauschern – die Heizung wird so schnell vom Komfort- zum Risikofaktor.
Kohlenstoffmonoxid (CO) – was ist das eigentlich?
CO entsteht bei der unvollkommenen Verbrennung. Der aktuelle Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) liegt bei 20 ppm. Kohlenstoffmonoxid ist:
- geringfügig leichter als Luft
- geruchlos, farblos und geschmacklos
- hochentzündlich
- in der Lage, mit Luft explosive Gemische zu bilden
ppm bedeutet „parts per million“. Bildlich gesprochen: ein Zuckerwürfel in einem 1.000-Liter-IBC-Behälter.
Nachdem wir diese Grundlagen geklärt hatten, widmeten wir uns den Konzentrationen, denn genau hier fehlt häufig das richtige Gespür. Eine entsprechende Tabelle dazu befindet sich im Anhang. Nur so viel vorab: Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und Übelkeit können – abhängig von Konzentration und Einwirkdauer – innerhalb weniger Stunden, manchmal sogar Minuten, bis zum Tod führen. Im Brandeinsatz spricht man nicht umsonst von den berühmten „1–2 Atemzügen“.
Messergebnisse und Erfahrungen aus der Praxis
Leider war bei unserem letzten Messflug das Wetter zu schlecht für einen längeren Einsatz. Geplant waren Messungen inklusive Aufzeichnung:
- im Fußraum
- auf Kopfhöhe
- über dem Instrumentenbrett
Vom Rollweg über den Rollhalt, in die Luft und zurück... Insgesamt 8 Messpunkte.
Vergangene Messungen zeigten hier bereits Werte von bis zu 261 ppm. Ein extrem hoher Wert, der bei kurzen Flügen ohne Messeinrichtung oft unbemerkt bleibt. Die Symptome werden dann schnell auf einen „schlechten Tag“ geschoben – mit potenziell schweren Langzeitfolgen.
Detektion – welche Möglichkeiten gibt es?
Grundsätzlich existieren vier Varianten:
- Keine Detektion
- Sensorik im Headset integriert
- Farbindikatoren
- CO-Warner
Wir beleuchteten jeweils die Vor- und Nachteile – und ein Praxistest durfte natürlich nicht fehlen. In einem „virtuellen Cockpit“ platzierten wir alle Messgeräte und fluteten dieses kontrolliert mit Prüfgas.
Der Aha-Effekt war enorm:
- Der Controller (Farbindikator) reagierte gar nicht
- Das Headset reagierte langsam und zeigte nur einen Bruchteil der tatsächlichen Konzentration
- Nur der CO-Warner SST 1 vom Hersteller Watchgas – hier in Pink für den guten Zweck und mit klarem Fokus auf Sicherheit – zeigte zuverlässig den Messwert an und warnte rechtzeitig optisch und akustisch
Das Fazit war eindeutig:
Nur ein CO-Warner bietet echte Sicherheit
und ermöglicht es, frühzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Gängige Alarmschwellen liegen bei 20 ppm und 60 ppm.
Schulung & Ausblick
Zum Abschluss stellten wir unser Schulungsangebot vor, unter anderem:
- die unterwiesene Person für CO-Warner
- den Brandschutzhelfer für Flugplätze bis Flugplatzkategorie 3
- sowie passende Produkte rund um das Thema Sicherheit
Gemäß unserem Motto
„Technik, die Sicherheit schafft“
war es uns eine große Freude, diesen Vortrag halten zu dürfen. Umso mehr hat es uns gefreut, wie positiv unser Angebot angenommen wurde – wir wurden sogar bereits für die theoretische Ausbildung zum Flugschein angefragt.
Vielen Dank für das Vertrauen!