TDS Technische Dienstleistungen, Sascha Uffelmann

Technik, die Sicherheit schafft

Gaswarntechnik  |  PSA  |  Schulung  |  Service

Persönliche Schutzausrüstung Atemschutz

Warum das Thema schneller relevant wurde als geplant 

Im Sommer 2025 starteten wir mit unseren ersten Livevorführungen in Kläranlagen. Der ursprüngliche Plan war klar definiert: Gaswarntechnik, PSA gegen Absturz, Schulungen und Serviceleistungen sollten im Fokus stehen.  


Doch wie so oft in der Praxis kam es anders als erwartet. Bereits sehr früh erreichte uns eine erste, äußerst spezifische Nachfrage zum Thema Atemschutz

Passend dazu empfehlen wir auch unseren Blogbeitrag „Sicherheit beim Begehen von Schächten und Kanälen: Warum Betreiber heute genauer hinschauen müssen“, der die Hintergründe dieser Entwicklung beleuchtet. 

Vom Kundenwunsch zur fachlichen Vertiefung

„Der Kunde bekommt, was er wünscht“ – ein Satz, den ich mir in diesem Moment selbst gesagt habe.
Als freiwilliger Feuerwehrmann, Atemschutzgeräteträger und mit der Zusatzqualifikation Atemschutzgeräteträger II (CSA) war mir das Thema Atemschutz zwar vertraut, doch ein Aspekt war auch für mich neu: 

Fluchtretter.

Parallel zur steigenden Nachfrage ergab sich auf dem
27. Symposium Werkfeuerwehr Aktuell in Bad Dürkheim ein entscheidender Kontakt:

Ich lernte dort unseren heutigen Fachpartner Interspiro kennen. Der fachliche Austausch auf Augenhöhe war intensiv – und vor allem praxisnah.


Kaum hatte ich mich versehen, stand bereits Vorführ- und Testmaterial zur Verfügung. Denn eines ist klar: Atemschutzgeräte muss man in der Hand halten, um sie wirklich zu verstehen.

Zusätzlich konnten wir unser Wissen auf der A+A Messe in Düsseldorf weiter vertiefen – insbesondere zum Thema Fluchtretter.

Was bedeutet eigentlich Atemschutz?

Ein Atemschutzgerät ist eine persönliche Schutzausrüstung (PSA), die den Träger

  • vor dem  Einatmen von Schadstoffen
  • oder vor  Sauerstoffmangel schützt.


Grundsätzlich unterscheidet man:

  • Filtergeräte
  • Isoliergeräte


Allein zu diesem Thema ließen sich mehrere Seiten füllen.


Daher bieten wir Beratung, Schulungen und praktische Einweisungen, unter anderem nach  DGUV Regel 112-190 – in Theorie, und Praxis.


Wichtig dabei:

Fluchtgeräte eignen sich ausschließlich zur Flucht, nicht zur Rettung anderer Personen.

Unsere Lösungen im Bereich Fluchtrettung

Isoliergeräte zur Flucht


Spiroscape

Ein sehr anwenderfreundliches Isoliergerät:

  • Flasche mit angeschlossener Haube
  • Etwas größer, dafür extrem einfach in der Handhabung
  • Tasche öffnen → Flasche aktiviert sich → Haube überziehen → atmen
  • Kaum Atemwiderstand, ideal für Stresssituationen


Ocenco M-20.2 Sauerstoffselbstretter

  • Geschlossenes System mit komprimiertem Sauerstoff
  • Deutlich kleiner und kompakter
  • Benötigt etwas Übung in der Handhabung
  • Großer Vorteil: funktioniert ab dem ersten Atemzug, kein chemischer Startprozess
  • 10 Jahre wartungsfrei – kein Versand zu autorisierten Werkstätten notwendig
  •  Besonders realistische Trainingsmöglichkeiten unter anderem mit Trainingsgerät (Nachbau Fluchtretter)

Vom Flüchten zur Rettung: Darf Betriebspersonal retten?

Eine berechtigte Frage:
Darf Personal in Klärwerken überhaupt retten – oder ist das Aufgabe der Feuerwehr?

Unsere ehrliche Antwort:
Es ist eine Auslegungssache, bei der der gesunde Menschenverstand entscheidend ist.

Ein empfehlenswertes (wenn auch älteres) Video der BG ETEM:
„Retten eines Kollegen aus der Kanalisation“ - einfach mal googln...

Es zeigt, wie einfach Rettung in der Theorie erscheinen kann – doch die Praxis sieht oft anders aus.

Unsere Erfahrung zeigt:

  • Mindestens  zwei Rettungsübungen pro Jahr sind notwendig
  • Die örtliche Feuerwehr sollte regelmäßig eingebunden werden
  • Bei Gasunfällen reicht die Hilfsfrist oft nicht aus

Eigenes Handeln und Training entscheiden über Leben und Tod.

Atemschutz für Erstmaßnahmen – Spiromatic 90U

Für Erstmaßnahmen hat sich das Spiromatic 90U mit Maske und Umgebungsluftklappe bewährt.

Warum dieses Gerät?

  • Sehr gutes  Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Einfache Handhabung
  • 2-Liter-Vollkompositflasche – ideal für enge Schächte, Kanäle und Silos
  • Einsatzdauer ausreichend für Erstmaßnahmen
  • Optional: 3 / 6 / 6,8 / 9 Liter Flaschen
  • Unbegrenzte Lebensdauer (NLL)

Besonderheit der Umgebungsluftklappe:

  • Gerät ist komplett angeschlossen und einsatzbereit
  • Atmen zunächst mit Umgebungsluft
  • Im Ernstfall: ein Griff zum Lungenautomaten → sofort umgebungsluftunabhängig

Geringes Gewicht und durchdachte Technik machen dieses Gerät besonders einfach im Handling.

Am besten überzeugen Sie sich selbst:

Wir kommen vorbei, bringen das Gerät mit – Sie testen es. 

Denn am Ende zählt nur eines: die Anwendung.

Arbeitsmedizinische Vorsorge & Gruppeneinteilung (G26)

Die erforderlichen Vorsorgeuntersuchungen richten sich nach Art und Nutzung des Atemschutzgeräts.

Gruppeneinteilung nach G26


Gruppe 1 (G26.1)

  • Gewicht  < 3 kg
  • Atemwiderstand < 5 mbar
  • z. B. Filtergeräte P1/P2, gebläseunterstützte Geräte, Schlauchgeräte, Fluchtretter - Bsp. Ocenco M-20.2


Gruppe 2 (G26.2)

  • Gewicht  < 5 kg
  • Atemwiderstand > 5 mbar
  • z. B. Filtergeräte P3, Gas- oder Kombinationsfilter, Fluchtgeräte mit Atemluftvorrat - Bsp. Spiroscape

Gruppe 3 (G26.3)

  • Gewicht  > 5 kg
  • z. B. frei tragbare Isoliergeräte mit Druckluftflasche

Ausnahmeregelung:
Für Fluchtgeräte, Selbstretter und Geräte < 3 kg ohne erhöhten Atemwiderstand ist keine Eignungsuntersuchung erforderlich.
Auch bei Geräten der Gruppe 1 mit einer Nutzung von unter 30 Minuten pro Tag entfällt die Untersuchung.

Fazit

Atemschutz ist kein theoretisches Thema – sondern eine praktische Lebensversicherung.
Ob Flucht, Erstmaßnahmen oder Rettung:

Nur wer trainiert, ist im Ernstfall handlungsfähig.

Sprechen Sie uns an.
Oder noch besser: Laden Sie uns ein – wir bringen die Technik mit.