Technik, die Sicherheit schafft
Gaswarntechnik | PSA | Schulung | Service
Gaswarntechnik bei der Feuerwehr
Braucht es mehr als einen CO-Warner?
Wir sind zurzeit mit unseren kostenlosen Informationsveranstaltungen – primär zur Sensibilisierung, aber auch zur Wissensvermittlung – bei Feuerwehren unterwegs. Unser Ziel ist es, vorhandene Technik gemeinsam zu betrachten und in den Dialog zu kommen.
Die Themen einer solchen Veranstaltung sind nahezu endlos. Allein Kohlenstoffmonoxid reicht für mehrere Stunden Unterricht. Gemäß unserem Motto „Von Praktikern für Praktiker“ beschränken wir uns – wie früher – auf das Wesentliche.
Es gibt Ein- und Mehrgasmessgeräte. Hier unterscheidet man nochmals zwischen „wartungsfreien“ Einmalgeräten (z. B. für 24 oder 36 Monate) und Ein-Gas-Messgeräten bzw. bei den Mehr-Gas-Messgeräten zwischen Diffusions- und Pumpengeräten. Optional gibt es externe Pumpen, um z. B. ein Diffusionsgerät für den Personenschutz auch zum Freimessen oder für schwer zugängliche Bereiche nutzen zu können.
Schlussendlich braucht es noch Zubehör – angefangen bei Prüfgas und Druckminderern bis hin zu vollautomatischen Prüfgasstationen zur Justage, Kalibrierung oder für den arbeitstäglichen Funktions- und Anzeigetest (Bump-Test).
Qualifikation, Prüffristen und Schulung
Jeder Koffer mit Gaswarntechnik sollte – ähnlich wie ein Elektrokoffer oder eine Drohne – die Aufschrift „Nur für Fachkräfte“ tragen. Dabei sprechen wir ausdrücklich nicht vom CO-Warner.
Unterschieden wird zwischen unterwiesener Person, qualifiziertem Fachpersonal, befähigter Person sowie der Fachkunde zum Freimessen gemäß DGUV T021 / T023 bzw. FBFHD-020.
Ein heißes Thema ist und bleiben die Prüffristen. Vereinfacht gesagt unterscheidet man: Sichtkontrolle und Anzeigetest mit Prüfgas/Testgas (Bump-Test): arbeitstäglich (bei BOS in der Regel 4-wöchentlich, mit Ausnahmen), Funktionskontrolle: alle 4 Monate, Systemkontrolle: alle 12 Monate
Mehr dazu in unseren Schulungen. Hier werden auch gesetzliche Grundlagen wie das Arbeitsschutzgesetz und Gefährdungsbeurteilungen behandelt. Zusätzlich bieten wir einen herstellerunabhängigen Service für Ihre tragbaren Gaswarneinrichtungen an.
Einsatzbeispiele im Ehrenamt
Hier gibt es zahlreiche Beispiele – auch in kleinsten Ortsteilen: ausgelöste Gaswarnanlage, Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen (insbesondere bei alternativen Antrieben), Suizidversuche in Garagen, ausgelöste CO-Melder im Rettungsdienst, Gasgeruch in Wohnhäusern oder auf Straßen, ausgelöste Löschanlagen, Kontrollen nach Verpuffungen, Chlorgasaustritte oder Unterstützung der Polizei nach Suizidversuchen (CO₂).
Zum Glück gehören CO-Warner inzwischen größtenteils zum Ausrüstungsstandard – nach vielen Unfällen mit Kohlenstoffmonoxid. Doch wie sieht es mit den klassischen Vier-Gas-Messgeräten aus, wie sie bei Feuerwehren eingesetzt werden?
Hierzu betrachten wir die gängigsten Begriffe wie AGW, ETW, STEL, TWA sowie die Einheiten ppm und Vol.-%. Anschließend gehen wir auf relevante und optionale Gase ein, z. B. Sauerstoff (O₂), Methan (CH₄), Kohlenstoffmonoxid (CO) und Schwefelwasserstoff (H₂S), jeweils mit ihren Auswirkungen auf den menschlichen Körper.
Tipp: Mehrgasmessgeräte lassen sich sehr gut durch Eingasmessgeräte ergänzen – zum Beispiel bei vorhandenen Schwimmbädern, Löschanlagen oder Kühlanlagen in Ihrer Kommune bzw. Stadt. Natürlich gibt es auch Messtechnik mit fünf oder mehr Sensoren.
Unsere Unterrichts- und Übungsstunden mit Theorie und vor allem Praxis
Hier zeigen wir mit einem Brandversuch, wie gefährlich beispielsweise Nachlöscharbeiten oder Schwelbrände sein können. Der Fokus liegt dabei auf unseren CO-Warnern und der unsichtbaren Gefahr Kohlenstoffmonoxid (CO).
Weiter geht es mit einem Explosionsversuch, der eindrucksvoll die untere und obere Explosionsgrenze (UEG/OEG) in %LEL sowie das richtige Mischungsverhältnis veranschaulicht. Auch Einsatztaktik und Einsatzgrenzen dürfen dabei nicht fehlen. Wichtig sind hier zudem verschiedene Messverfahren, z. B. die des katalytischen Sensors.
Wissenswertes zum Schluss
Wie immer informieren wir nicht nur, sondern nehmen auch Wissen und Problemstellungen auf und tragen diese in die Region weiter. So hat sich schon manche Lösung ergeben – denn Netzwerken ist und bleibt entscheidend.
Passend zum Thema durften auch unsere ex-geschützte Handleuchte HERO 0-Sight von KSE – speziell für den Brandeinsatz/Innenangriff – sowie Atemschutzprodukte unseres Partners Interspiro nicht fehlen. Besonders hervorzuheben sind hierbei die praktische Umluftklappe und die „Long-Life-Flaschen“.
Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit und dem damit verbundenem Feedback.
TDS – Technik, die Sicherheit schafft – Sascha Uffelmann – 19.03.2026